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9. November 2022 - 7 minutes

Vollzeit- im Vergleich zu Teilzeit-Bootcamps: Was ist besser?

Du versuchst, dich zwischen einem Vollzeit- und Teilzeit-Bootcamp zu entscheiden? Hier ein kurzer Leitfaden ...

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Du hast dich dafür entschieden, an einem Vollzeit- oder Teilzeit-Bootcamp teilzunehmen ... Auf der anderen Seite möchtest du unbedingt etwas lernen und dich womöglich beruflich verändern. Der Job, der deine kühnsten Erwartungen an deine Arbeit erfüllt, wartet bereits auf dich, aber du benötigst trotzdem zuerst eine Ausbildung. Auf der anderen Seite hast du bereits einen Job; eine neue Aktivität und so viel Zeit darauf aufzuwenden, ist schon eine große Verpflichtung! 

Wenn man es einmal so betrachtet, erscheint ein Teilzeit-Bootcamp vorteilhafter. Aber überleg erst mal: Beide Studienmöglichkeiten haben ihre Vor- und Nachteile. Wir haben sie hier für dich aufgeführt: Informiere dich zunächst einmal darüber, um eine wohlüberlegte, für dich sinnvolle Entscheidung zu treffen.

Was sind die Vorteile eines Teilzeit-Bootcamps?

(im Grunde genommen das, aber umgeschrieben)

Teilzeit-Bootcamps sind flexibler

Wenn du dich für diese Option entscheidest, ist das wahrscheinlich mit einem Job oder einer freiberuflichen Tätigkeit kompatibel. Je nachdem, ob dein Arbeitgeber oder Dritte für die Weiterbildung zahlen, musst du eventuell weiterhin Geld verdienen. Über ein Teilzeit-Bootcamp kannst du also Weiterbildung und Arbeit ziemlich flexibel kombinieren. Generell kannst du die praktischen Aufgaben, die erforderlich sind, leicht auch zeitversetzt erledigen. Was die Gruppenarbeit angeht, kannst du mit anderen Teilnehmern und Teilnehmerinnen abmachen, online zu arbeiten oder persönliche Treffen am Abend oder Wochenende vereinbaren. Ein bisschen Organisation, und du kannst loslegen! 

Je nachdem, wie du am besten lernst, kann sich die pädagogische Wirksamkeit um das Zehnfache vergrößern.

Es gibt so viele Lernmethoden, wie es Lernende gibt. Dabei geht es immer um deine Einstellung und darum, wie du tickst: Einige lernen durch Zuhören, andere eher durchs Zusehen, und wieder andere müssen alles aufschreiben, um sich zu merken, was man ihnen sagt. Und dann gibt es auch solche, die das Wissen erst mal auf sich wirken lassen müssen. Erkennst du dich wieder? 

Wenn ja, ist das Teilzeit-Bootcamp ideal für dich. Es ist weniger konzentriert als die Vollzeitoption und du kannst über das nachdenken, was du gelernt hast. Zwischen den Kursen hast du jede Menge Zeit für zusätzliche Recherchen und um dir deine Notizen durchzulesen, dir einen Podcast anzuhören, einen Artikel oder selbst ein Buch zu lesen, um dein Wissen zu vertiefen.

Das reduziert die mentale Belastung 

Auf die gleiche Weise helfen Teilzeit-Bootcamps, die innerhalb eines kurzen Zeitraums erhaltene Informationslast zu reduzieren. Und selbst, wenn du die Schulungen an sich gar nicht erst mal zwischen den Sitzungen im Kopf verarbeiten musst, ist dies eventuell ein schöner Komfort.

Denk nur einmal darüber nach: Wenn du dir die Vor- und Nachteile überlegen musst, bevor du dich entscheidest, ist dein Leben wahrscheinlich ziemlich voll. Dein Beruf, ob angestellt oder selbstständig, fordert viel Gehirnleistung. Dazu kommt dann dein Privatleben mit Familie und Freunden, die Zeit mit dir verbringen möchten. Außerdem noch eine Prise deiner Hobbys (ach ja, du bist Halbprofi am Theater, oder musst vielleicht irgendwie auch Tennis- oder Fußballwettbewerbe einplanen?). Nicht zu vergessen 7, 8 Stunden Schlaf täglich. Verwaltungsarbeiten. Lebensmittelkäufe. Hausarbeit ... erscheint die Aussicht auf eine leichtere Lernvariante eventuell jetzt ein bisschen attraktiver?

Was deine Karriere angeht, ist das Ergebnis dasselbe

Ob Voll- oder Teilzeit, am Ende verfügst du über die Kompetenzen, die du haben möchtest. Einige Personalvermittler finden es vielleicht sogar noch bewundernswerter, dass du es geschafft hast, gleichzeitig einem Beruf nachzugehen und an einem Bootcamp teilzunehmen, wenn auch nur in Teilzeit. Das vermittelt den Eindruck einer dynamischen, wissbegierigen Fachkraft, immer auf dem neuesten Stand seines oder ihres Fachgebiets. Also alles positive Dinge!

Was sind die Vorteile eines Vollzeit-Bootcamps?

In einem Vollzeit-Bootcamp kannst du dich noch besser auf das Wesentliche konzentrieren

Wenn du diesen Artikel liest, bisst du an einer Weiterbildung interessiert und möchtest dich womöglich beruflich verändern. Du bist also wissbegierig und möchtest deine Kompetenzen unbedingt verbessern. Mit einem Vollzeit-Bootcamp kannst du voll in eine neue Fachrichtung einsteigen. Es gibt dir ganz einfach eine Chance, dich in deinem neuen Job zurechtzufinden.

Du brauchst nur halb so lange für deine Ausbildung 

Wenn du dir schnell Kompetenzen in speziellen Hard-Skills aneignen willst, um in deinem Job bessere Leistung zu bringen, ist Vollzeit-Training etwas für dich. Noch mehr, wenn du gern umschulen und schnellstmöglich in einem Job anfangen willst, den du wirklich liebst. Das Leben ist (viel) zu kurz, um deine Zeit damit zu verbringen, dir deinen Lebensunterhalt mit einem Job zu verdienen, der dir geistig nichts gibt oder nichts für dein Wachstum tut. Trifft das alles auf dich zu? Kopf hoch, flüchten wir, melde dich schnell zum Vollzeit-Bootcamp an!

Du sparst die Kosten für einen Wechsel

Hast du schon einmal davon gehört? Dabei geht es darum, dass du dich anstrengen musst, um von einem Thema zu einem anderen zu wechseln. Die Wissenschaft hat herausgefunden, dass das menschliche Hirn nicht dazu konzipiert ist, ständig von einem Thema zum nächsten zu wechseln. Sie geht sogar so weit zu sagen, dass Multitasking schlecht für unsere Nervenzellen und Karriere ist.

Wenn du dich aber für ein Teilzeit-Bootcamp entscheidest, musst du das wahrscheinlich tun. Ein Vollzeit-Bootcamp bietet dir jedoch den Komfort, dass du dich ganz deinem Studienfach von A bis Z widmen kannst. So gönnst du deinem Verstand eine Auszeit.

Du bekommst eine bessere Verbindung zu anderen Teilnehmern

Networking ist ein unterschätztes, aber zentrales Thema bei der Karriereplanung. Vollzeit-Bootcamps eignen sich wahrscheinlich besser dazu, starke Beziehungen zu deinen Klassenkameraden und -kameradinnen aufzubauen, da ihr euch alle gleichzeitig auf das Gleiche konzentriert und eure Zeit um den Kurs herum organisieren könnt. Wenn man sich zum Beispiel auf einen Drink trifft, ist das nach den Unterrichtsstunden einfacher, weil man abends nicht noch etwas nacharbeiten muss. Das Gleiche trifft auf Bootcamps online, als Video zu. 

Obwohl ... In der Realität geht es wahrscheinlich dabei, wie wir Verbindungen zu den Menschen um uns herum knüpfen, mehr darum, offen zu sein, zuzuhören und wieder auf die Beine zu kommen und um unsere Kontaktfreudigkeit insgesamt. Diese Formate haben also Potenzial und es liegt an dir, dir die Mühe zu machen und andere Teilnehmer und Teilnehmerinnen anzusprechen.

Vollzeit oder Teilzeit: Fragen, die du dir stellen solltest

Dein Kompass, Schritt für Schritt: Welche Fragen sollte ich bei meiner Wahl stellen?

Über meine berufliche Situation 

– Arbeite ich weiter, während ich mich weiterbilde?

– Ist es realistisch, meinen Job mit einem Teilzeit-Bootcamp zu kombinieren oder habe ich dann zu viel zu tun?

– Kann mir mein Arbeitgeber eine berufliche Auszeit gewähren? Kann ich einige Wochen oder selbst Monate eine Pause einlegen, wenn ich selbstständig bin?

Über meine persönlichen Umstände 

– Habe ich persönliche Verpflichtungen, die mir eventuell zu viel werden, wenn ich ihnen gleichzeitig mit einem Vollzeit-Bootcamp nachkommen muss? 

– Habe ich die Unterstützung meines Partners oder meiner Partnerin? Können sie zu Hause einige organisatorische Aufgaben übernehmen, damit ich mich auf meine Weiterbildung konzentrieren kann? 

– Wie kann ich Arbeitsleben/Freizeit/Weiterbildung miteinander vereinbaren? Ist es besser für mich, wenn ich mich nur um zwei Dinge kümmern muss, und sollte ich mich also für eine Vollzeit-Weiterbildung entscheiden?

Meine Ziele 

– Wie schnell möchte ich meinen Abschluss machen?

– Möchte ich laufend lernen, ohne Fristen? 

– Oder möchte ich stattdessen schnell meinen Job wechseln? 

Meine Lernmethodik

– Wechsle ich gern von einem Thema zum nächsten und habe also keine Probleme mit Multitasking? Oder ist das sehr anstrengend für mich? 

– Möchte ich eine intensive Weiterbildung oder lieber in der Lage sein, mich zwischen Sitzungen auszuruhen und mein Wissen zu vertiefen?

Kurz gesagt: Finde die Option, die am besten zu dir passt

Wie du siehst, gibt es keine gute oder schlechte Entscheidung, aber man muss Kompromisse eingehen. Im Hinblick auf deine Karriere, deine Ziele und deine persönlichen Einschränkungen ... Wir hätten gern einen Zauberspruch, um deine Zweifel zu zerstreuen und dir bei deiner Entscheidung zu helfen. Und selbst wenn die Entscheidung an dir liegt, hoffen wir, dass wir dir etwas geholfen haben, sie mit ruhigem Gewissen zu treffen.

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